Kurzportrait von Wladimir Putin
Wladimir Wladimirowitsch Putin, geboren am 7. Oktober 1952 in Leningrad (heute Sankt Petersburg), ist ein russischer Politiker und war von 1999 bis 2008 sowie von 2012 bis heute der Präsident der Russischen Föderation. Mit seiner charismatischen Art und seiner beharrlichen Durchsetzung seiner politischen Ziele hat Putin die russische Politik in den letzten zwei Jahrzehnten stark geprägt.
Frühe Jahre und politische Karriere
Wladimir Putin wuchs in einer einfachen Familie auf. Sein Vater, Wladimir Spiridonowitsch Putin, war Marineoffizier, und seine Mutter, Maria Iwanowna Schelomowa, arbeitete als Buchhalterin. Nach dem Schulabschluss 1970 begann Putin sein Studium an der Leningrader Staatlichen Universität, das er 1975 mit einem Abschluss in Geschichte abgeschlossen hat.
Seine politische Karriere begann in den 1970er Jahren, als er in die KGB, den sowjetischen Geheimdienst, eintrat. In dieser Zeit arbeitete er in der DDR und später in Dresden. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion und der Wiedervereinigung Deutschlands kehrte er nach Russland zurück.
Bürgermeister von St. Petersburg
Im Jahr 1991 wurde Putin nach der Wiedervereinigung Russlands nach Moskau berufen, wo er verschiedene Positionen im Innenministerium bekleidete. 1996 wurde er zum Bürgermeister von St. Petersburg ernannt, eine Stadt, die er in den folgenden Jahren als seine politische Basis entwickelte.
Präsident der Russischen Föderation
Im Jahr 1999 wurde Putin nach dem Rücktritt von Präsident Boris Jelzin zum Premierminister ernannt. Nur zwei Monate später, im Dezember 1999, wurde er zum Präsidenten gewählt. Mit seiner konservativen und nationalistischen Agenda konnte Putin sich schnell in der russischen Bevölkerung durchsetzen.
Während seiner ersten Amtszeit setzte Putin Maßnahmen zur Stabilisierung der russischen Wirtschaft und zur Bekämpfung der Korruption. Er stärkte auch die Macht der Zentralregierung und unterdrückte Aufstände in Tschetschenien.
Nach der Amtszeit von Dmitri Medwedew, der zwischen 2008 und 2012 Präsident war, kehrte Putin 2012 an die Macht zurück. Seitdem hat er die russische Politik geprägt, indem er eine stärkere Rolle für Russland auf der internationalen Bühne einnahm und Maßnahmen zur nationalen Sicherheit und zur Wirtschaftspolitik durchsetzte.
Internationale Beziehungen und Kritik
Putins Amtszeit als Präsident ist von kontroversen internationalen Beziehungen geprägt. Russland hat unter seiner Führung Konflikte in Georgien und der Ukraine ausgelöst und sich in Syrien militärisch engagiert. Diese Maßnahmen haben zu internationaler Kritik und Sanktionen gegen Russland geführt.
Privatleben
Wladimir Putin ist verheiratet mit Ljudmila Putina, mit der er zwei Söhne hat. Privat wird er oft als passionierter Jäger und Fischer dargestellt. Er lebt in einem großzügigen Palast in Sotschi und besitzt auch ein Haus auf der Krim, das nach der Annexion der Halbinsel durch Russland 2014 international kontrovers diskutiert wurde.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wladimir Putin ein einflussreicher und umstrittener Politiker ist, der die russische Politik in den letzten Jahren stark geprägt hat. Mit seiner beharrlichen Durchsetzung seiner politischen Ziele und seiner charismatischen Art hat er die Aufmerksamkeit der Welt auf Russland gelenkt.
